Sydney 2006


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Freitag, 15. Dezember 2006

Bangkok

Hallo ihr lieben! Nein, dies ist noch nicht der letzte Eintrag in unserem Blog. Nur ein kurzer Bericht aus Bangkok. Wir haben schon ganz lange Arme vom Tragen der vielen Dinge die wir grade im Kaufrausch erworben haben. Daher muessen wir kurz Pause machen.
Vorgestern Nacht sind wir hier gelandet und der richtige Kulturschock ist eigentlich ausgeblieben. Ist wider erwarten ein ganz nettes Staedtchen mit witzigen Leuten. Wir sind noch in keine dunkle Ecke gebracht worden, zum Schneider sind wir auch selbst gegangen und das TukTuk fahren haben wir erstens ueberlebt und finden es zweitens sogar ganz witzig. Billiger als normale Taxis (ohne die man hier nirgends hinkommt) ist es auch noch. Orientierung ist hier noch ausgeblieben. Wir haben keine Ahnung wo wir sind und wo wir hinfahren wenn wir im Taxi sitzen. Aber das macht nichts. Wir hatten nicht vor die Stadt so umzukrempeln wie wir das mit Sydney gemacht haben. Bisher haben wir die Shopping Zentren unsicher gemacht, ab morgen werden dann kulturelle Sehenswuerdigkeiten auf dem Programm stehen. Unser Hotel ist uebrigens auch sehr schoen. Den Zimmerservice haette ich mal gern daheim! Der raeumt sooooo schoen auf jeden Tag... Ausserdem hab ich schon einen Hotelboy zu Tode erschreckt. Ich wollte in Tshirt und Bikinihose kurz ins Zimmer gehen. Dann hat er mit weit aufgerissenen Augen wild gefuchtelt. Sagen konnte er wohl nichts mehr. Aber ich habe verstanden dass ich mich wohl besser etwas dezenter kleiden sollte. Naja, ansonsten wissen wir jetzt wo der Ostblock in den Urlaub faehrt. Definitiv geschlossen ins Prince Palace nach Bangkok. Jeden morgen sitzen wir mit 1000 Pavels am Tisch und am Pool liegen nur unbekleidete Olgas. Naja, jetzt lassen wir mal den Rassismus beiseite. War nur ein Witz, wir sind trotzdem ueberrascht dass das Hotel so ausnahmslos von Russen besetzt ist.
Jetzt mach ich aber mal wieder Schluss. Mehr Geschichten werde ich erst schreiben wenn wir wieder daheim sind. Was uebrigens schon am Montag Abend ist. Also schon ganz bald! Dann gibts auch wieder Photos!
Cheers...

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Canberra

So, und schon war es wieder soweit, die letzten Tage des Trips waren gekommen. Wir haben beschlossen sie noch in Canberra zu verbringen. Das hätten wir nicht unbedingt gemacht wenn wir nicht eine kostenlose Unterkunft bekommen hätten. Bora, ein Freund von uns, arbeitet unter der Woche dort und wohnt nur am Wochenende in Sydney. Er konnte (wir auch immer) organisieren dass er eine Suite bekommt für die Woche.


Wir hatten ein eigenes Zimmer mit Bad und einen wunderschönen Pool (den mussten wir leider mit anderen Hotelgästen teilen). Am ersten Tag kamen wir erst um 8 Uhr morgens an nachdem wir die ganze Nacht durchgefahren waren. Besser gesagt: Johannes ist gefahren... Wir haben nach einem kurzen Frühstück nur ein Schläfchen gemacht. Auch der Rest des Tages hat sich nicht viel spannender gestaltet. Das Einzige was wir außerhalb des Hotels gemacht haben, war einmal durch die Shopping Meile zu laufen weil wir ein paar Dinge fürs Frühstück besorgen mussten. Ehrlich. Ich hatte nicht mal Lust zu Shoppen (oh, man war ich im Eimer, es hatte ja auch 40°)...
Am nächsten Tag haben wir dafür straffes Programm gemacht. Zuerst das Regierungsgebäude besichtigen:



Sehr schön muss man sagen. Wir konnten auch in die Regierungskammern in denen debattiert wird, leider war nicht richtig was los. Keine beleidigenden Wortgefechte oder Handgreiflichkeiten. Die Politiker hier sind nämlich wie wir aus dem Fernsehen wissen nicht sehr gut erzogen. Die Maniern lassen deutlich zu wünschen übrig. Andere auslachen, ins Wort fallen und persönliche Beleidigungen sind normal. Später am Tag wäre es auch noch richtig interessant geworden wie wir dann am Abend in den Nachrichten erfahren konnten. Aber wir hatten nicht soviel Zeit...
Danach ging es ins War Memorial. Ja, schon wieder ein Denkmal für gefallene Soldaten. Und schon wieder sind die Namen aller an die Wand geschrieben. Es gibt auch interessantes Museum, aber nach 2 Stunden Krieg (solange haben wir gebraucht um uns GANZ GROB mal alles anzuschauen) reicht es auch wieder. Ist ne ganze Menge was da so los war und wir haben außerdem gemerkt wie gut unsere Geschichtsbildung ist (quasi nicht vorhanden...).


Das letzte was auf unserem Programm stand, war dann die Münzherstellungsfabrik in Australien. Man konnte dort nicht nur zusehen wie Münzen gemacht werden, man konnte auch eine ganze Menge über Geld und seine Geschichte lernen. Wäre jetzt aber glaub ich langweilig wenn ich das alles wiedergebe. Das Tollste war, dass man seine eigene Münze prägen konnte. Juhu!


Wie albern, aber es musste irgendwie sein!

Naja, damit war dann die große Reise auch schon zu Ende und wir wieder zurück in Sydney. Was wir hier so treiben, davon erzähle ich dann morgen...

Dienstag, 5. Dezember 2006

Great Ocean Road II

Auf dem 2. Teil der Great Ocean Road befinden sich dann endlich die Sehenswürdigkeiten die man so kennt. 12 Apostel, Brücke, Bogen, usw. Natürlich haben auch wir an jeder der Steinformation angehalten um uns gemeinsam mit den Menschenmassen die in zahlreichen Bussen angekarrt werden an die Plattformen durchzuschlagen und mit den Chinesen um die Wette zu fotografieren:


Hier seht ihr die London Bridge. Die hat es bis vor 15 Jahren noch gegeben, also ich meine bis dahin war es eine richtige Brücke. 1990 ist sie dann eingestürzt.


Das hier der Arch, ist wohl selbsterklärend...

Mehr gibt es dann zum 2. Teil auch schon nicht zu sagen. Ist sehr schön aber mehr als schauen kann man halt auch nicht. Schade ist, dass es die Formationen nicht immer geben wird. Da sie aus Limestone sind, werden sie vom Meer langsam abgetragen.
Nachdem wir die Great Ocean Road verlassen haben, hat es uns ins Inland verschlagen. Und zwar in einen Ort namens Halls Gap in den Grampians (ein Nationalpark). Zuerst mussten wir aber noch zahlreiche Umwege in Kauf nehmen, WestPac Geldautomaten und Orte in denen es wenigstens einen Supermarkt gibt waren plötzlich rar geworden. Schließlich haben wir aber noch einen gefunden (das Hostel in dem wir reserviert haben hatte nichtmal ein Gerät um mit Karte zu bezahlen). Um 8 sind wir dann aufgeschlagen in dem kleinen Örtchen und dem Hostel. Das war definitv das beste von allen. 10 Minunten nach der Ankunft haben wir Tim gleich mal mitgeteilt dass wir 2 Nächte bleiben werden was eigentlich nicht geplant war.


Unser Häuschen war gleich das kleine aus Backsteinen das man hinter unserem grünen Auto sehen kann.


Auch sonst war alles ziemlich familiär. Und erholsam. Am ersten Morgen haben wir einfach mal bis halb 11 geschlafen und ausgeruht. Dann haben wir auf der Karte alle einfachen Walks ausgesucht und nur die gemacht. Das schwere wollten wir für den nächsten Tag aufheben.


Diese Steinformation nennt man "The Balconies". Auch selbsterklärend. Eigentlich war es verboten drauf zu gehen. Die Vegetation ist von Touristen so beschädigt dass die Steine abgetragen werden wenn die Sachen nicht nachwachsen. Ich sage mal nicht laut welche Bevölkerungsgruppe sich nicht an dieses Verbot gehalten hat...
Danach haben wir dann noch die MacKenzie Wasserfälle aufgesucht.



Den Rest des Nachmittags haben wir auf der Minigolfanlage verbracht. Davon hab ich ja auch schon erzählt, hier nur ein paar Bilder:




Am Abend konnten wir dann noch eine seltene Entdeckung machen: Ein Echidna in freier Wildbahn. Genau genommen am Straßenrand. Keine Ahnung was das hier für Tiere sind. Weil egal ob Wallabie, Känguruh, Koala, Wombat oder eben Echidna - alle leben an der Straße. Wundert mich nicht dass die Hälfte komisch riecht und platt ist...


Echidnas sind auf alle Fälle nicht besonders scheu. Es ist auf seiner Suche nach Ameisen einfach an uns vorbei gelaufen und hat uns total ignoriert. Süüüüüüß!!!!

Abends haben wir dann festgestellt dass wir das Loch in unserer Scheibe auch als was Positives betrachten könnten. Man kann nie dagewesene Effekte kreieren:


Außerdem haben wir dann auch festgestellt dass wir einen Platten haben. Schön.

Am nächsten Morgen haben wir Luft nachgefüllt und sind ein bisschen spazieren gegangen um zu sehen ob die Luft wieder entweicht. Beim Walk gab es viel Wildlife:


Eine neue Kakadusorte,


mehr Echidnas, und natürlich Känguruhs. Auf ein erneutes Foto dieser mittlerweile nicht mehr ganz unbekannten Spezies wird an dieser Stelle verzichtet.

Am Ende des Walks haben wir dann festgestellt dass der Reifen Luft verliert. Darauf folgte der Trip in den Ort in dem uns dann alles repariert wurde. 3 Stunden bei Toyota und 300$ ärmer hatten wir eine neue Scheibe, einen neuen Reifen und das Kühlsystem funktionierte wieder. Genial.
Darauf haben wir uns auf den Weg zu unserem letzten Walk gemacht. Der sollte auch noch einige Überraschungen bereit halten.



Es ging mehr und mehr in die Einöde...
Und es war ganz schön heiß.


Schließlich haben wir feststellen müssen dass der Walk kein Walk war, sondern ein Hike.



War nicht wenig anstrengend. Um 5 Uhr bei immer noch 40°... Aber es hat sich gelohnt:



Nachdem wir wieder im Auto waren, dachten wir dass wir jetzt mal schleunigst die Klimaanlage anschmeißen um uns ein wenig von den krassen Temperaturen zu erholen. War wohl zu viel verlangt. Nachdem alles andere wieder ganz war, hatte die Klima an dieser Stelle beschlossen aufzugeben. Naja, kann man nichts machen. Das war dann schon das Ende des "Outback" Trips. Die nächste Station auf dem Plan hieß Canberra, wo wir einen Freund besuchen wollten.

Montag, 4. Dezember 2006

Great Ocean Road I

Kaum hat man es geschafft sich aus Melbourne wieder rauszuschlagen, schon ist man da: auf der Great Ocean Road.


Krasse Häuser stehen da überall am Straßenrand:


Und noch eins:


Hihi, ne des is dann wohl eher ein Leuchtturm. Die Küste um die Great Ocean Road ist sehr felsig und zerklüftet. Daher waren viele Leuchttürme essentiell. Konnten aber leider nicht verhindern dass man sich heute viele Wracks ansehen kann ;-)
Ansonsten besteht der erste Teil der Great Ocean Road aus schöner Landschaft.


Am Nachmittag sind wir in Apollo Bay angekommen. Das liegt ungefähr genau auf der Hälfte der GOR. Ein sehr schöner kleiner Ort. Wir haben dort beschlossen den supertollen "Treetop Walk" zu machen. Das hätten wir besser mal sein lassen. Für 20$ kann man auf einem Metallgerüst durch den Regenwald laufen. Auf 20 Meter Höhe.


Das Highlight ist dann der Tower auf dem man dann 45 Meter hoch ist.


Leider macht das Gerüst ziemlich viel Lärm und die Leute da auch. Tiere sind also keine in der Nähe.
Abends ging es dann auf unsere neue Mission: Nachdem wir keine Wale gesehen haben, haben wir beschlossen dass wir wenigsten Platypusse in der Natur sehen wollten. Haben uns also einen See gesucht von dem der Reiseführer behauptet dass dort eine Kolonie lebt. Ich würde sagen, mein Blick spricht mehr als Worte:


Selbstverständlich haben wir keine gesehen.
Naja, am nächsten Tag sind wir aus dem Hostel ausgecheckt und haben noch ein bisschen Regenwald besichtigt. Das war beeindruckend. Das war schon eher das was ich mir unter Regenwald vorgestellt habe, nicht das was es auf dem Treetop Walk gab:




Und nach dem Regenwald gab es nochmal wilde Tiere. Die Bäume waren quasi voll davon. Und es war kein Conservation Center oder Ähnliches.


Ja, und jetzt kommen wir noch zu dem unschönen Ereignis auf der Great Ocean Road:


Der Stein mit einem ca. 3cm Durchmesser hat uns zu unserem Glück grade noch gefehlt. Man kann allerdings sagen dass ein bisschen Glück doch dabei war. Das Loch ging schon durch, viel hätte nicht gefehlt dann wäre er ganz durchgekommen...


Immerhin können sie nicht sagen dass sie einen nicht gewarnt hätten!!

Melbourne

Nachdem wir auf Philip Island alles abgegrast hatten, hieß die nächste Station schon Melbourne. Der Weg dorthin war nicht ganz einfach. Wir hätten den Hauptweg in die Stadt rein nur nehmen können wenn wir uns einen eTag gekauft hätten. Wollten wir aber nicht. Das ließ dann die Option offen durch die Vororte zu fahren. Das einzige Problem hierbei waren der Motor und seine Temperatur. Da es aufgrund des kaputten Kühlsystems und dem fehlenden Fahrtwind beim an der Ampel warten keine Kühlung mehr gab, mussten wir improvisieren. Das heißt: Heizung auf volle Pulle anschalten (irgendwie wird der Motor dann gekühlt...). Bei draußen 30° war das eine nicht so schöne Erfahrung. Und wir haben für 19km 1,5 Stunden gebraucht.
Naja, als wir dann angekommen waren und das am wenigsten dreckigste Hostel bezogen hatten (in einem Dorm weil es kein Doppelzimmer mehr gab), haben wir noch ein bisschen die Stadt erkundet.
Das erste was wir gesehen haben, waren Tiere. Wie soll es auch anders sein.


Gaaaaanz viele süße Possums. Leider haben wir nichts zum Füttern dabei gehabt... Soll man ja auch eigentlich gar nicht.

Ich persönlich muss sagen dass ich Melbourne zwar sehr schön fand, aber es ist halt auch eine Stadt. Und Sightseeing in der Stadt hab ich jetzt grade 4 Monate hinter mir. Hier sind auf alle Fälle mal ein paar Beispiele von Melbourne's berühmter Architektur:


Das hier ist einer der Rialto Towers, die waren bis vor kurzem die höchsten Bürogebäude in der südlichen Hemisphäre.


Und das hier ist jetzt das höchste. Wurde aber erst letztes Jahr fertiggestellt.



Igitt, auch die Architekten in Melbourne machen mal Fehler...

Hier mal noch ein Bild vom bekannten Yarra River der durch Melbourne fließt.


Parlament:


Nachdem wir ziemlich viele Dinge zu Fuß erledigt haben, dachten wir uns wir machen mal ein bisschen Laufpause. In Melbourne gibt es ganz viele Dinge umsonst. Wahnsinn!!! Unter anderem auch eine Stadtrundfahrt mit der alten Tram. Das kam uns gerade recht.


Was ich am interessanten fand in Melbourne, ist das alte Gefängnis. Nur ein Trakt davon ist noch übrig. In diesem Gefängnis saß Ned Kelly und wurde auch hingerichtet. Man kann alles noch original betrachten. Den Galgen, die Zellen, Folterinstrumente. In ganz vielen Zellen sind die Geschichten der Menschen beschrieben die dort einsaßen. Wenn man möchte, kann man auch wieder eine Ghost-Tour machen. Das Gefängnis soll der Ort in Australien sein in dem es am meisten Spukt. Haben wir leider nicht gemacht.


Nachdem uns schon fast die Füße abgefallen waren, haben wir noch beschlossen den botanischen Garten unter die Lupe zu nehmen.


Wie in Sydney. Bäume und große Häuser...
Direkt daneben gibt es ein viel interessanteres Etwas: Den Shrine Of Remembrance. Das ist ein Denkmal für alle australischen Soldaten die in allen Kriegen gefallen sind. Sehr schön. Wir haben auch gelernt dass Australien das einzige Land auf der Welt ist, das über jeden seiner Soldaten genau Buch geführt und Informationen hat. Böse Zungen behaupten dass Australien aufgrund seiner noch so jungen Geschichte kaum Dinge hat auf die es stolz sein kann. Gefallene Soldaten müssen daher alles kompensieren...



Zum Abschluss ging es am Abend dann noch auf den Rialto Tower. Dort hat man einen sehr beeindruckenden Ausblick über Melbourne:


Außerdem kann man sich im Kino noch einen Film über Melbourne ansehen. Sehr nett gemacht muss man sagen. Den asiatischen Lieblingsmitbürgern hat er gleich so gut gefallen dass ihn 5 oder mehr davon mit ihrer Digitalkamera abgefilmt haben. Leider ist das illegal da man den Film für 15$ im Souvenirshop kaufen konnte. Aber das stört die ja selten.
Und das wichtigste kommt noch: Jamie Oliver hat grade in Melbourne ein Restaurant eröffnet. Aber wir haben uns nicht reingetraut ;-) Nur ein Foto davor gemacht. Können jetzt immerhin sagen dass wir mal "da" waren. Ist ziemlich teuer da. Suppe kostet 20$...


Nachdem uns Stadtbesichtigung wie gesagt schon ein bisschen zum Hals raushing, haben wir beschlossen dass wir es bei dem einen Tag in Melbourne belassen und schnell weiter fahren um mehr Tiere zu sehen ;-)