Auf dem 2. Teil der Great Ocean Road befinden sich dann endlich die Sehenswürdigkeiten die man so kennt. 12 Apostel, Brücke, Bogen, usw. Natürlich haben auch wir an jeder der Steinformation angehalten um uns gemeinsam mit den Menschenmassen die in zahlreichen Bussen angekarrt werden an die Plattformen durchzuschlagen und mit den Chinesen um die Wette zu fotografieren:

Hier seht ihr die London Bridge. Die hat es bis vor 15 Jahren noch gegeben, also ich meine bis dahin war es eine richtige Brücke. 1990 ist sie dann eingestürzt.

Das hier der Arch, ist wohl selbsterklärend...
Mehr gibt es dann zum 2. Teil auch schon nicht zu sagen. Ist sehr schön aber mehr als schauen kann man halt auch nicht. Schade ist, dass es die Formationen nicht immer geben wird. Da sie aus Limestone sind, werden sie vom Meer langsam abgetragen.
Nachdem wir die Great Ocean Road verlassen haben, hat es uns ins Inland verschlagen. Und zwar in einen Ort namens Halls Gap in den Grampians (ein Nationalpark). Zuerst mussten wir aber noch zahlreiche Umwege in Kauf nehmen, WestPac Geldautomaten und Orte in denen es wenigstens einen Supermarkt gibt waren plötzlich rar geworden. Schließlich haben wir aber noch einen gefunden (das Hostel in dem wir reserviert haben hatte nichtmal ein Gerät um mit Karte zu bezahlen). Um 8 sind wir dann aufgeschlagen in dem kleinen Örtchen und dem Hostel. Das war definitv das beste von allen. 10 Minunten nach der Ankunft haben wir Tim gleich mal mitgeteilt dass wir 2 Nächte bleiben werden was eigentlich nicht geplant war.

Unser Häuschen war gleich das kleine aus Backsteinen das man hinter unserem grünen Auto sehen kann.

Auch sonst war alles ziemlich familiär. Und erholsam. Am ersten Morgen haben wir einfach mal bis halb 11 geschlafen und ausgeruht. Dann haben wir auf der Karte alle einfachen Walks ausgesucht und nur die gemacht. Das schwere wollten wir für den nächsten Tag aufheben.

Diese Steinformation nennt man "The Balconies". Auch selbsterklärend. Eigentlich war es verboten drauf zu gehen. Die Vegetation ist von Touristen so beschädigt dass die Steine abgetragen werden wenn die Sachen nicht nachwachsen. Ich sage mal nicht laut welche Bevölkerungsgruppe sich nicht an dieses Verbot gehalten hat...
Danach haben wir dann noch die MacKenzie Wasserfälle aufgesucht.


Den Rest des Nachmittags haben wir auf der Minigolfanlage verbracht. Davon hab ich ja auch schon erzählt, hier nur ein paar Bilder:



Am Abend konnten wir dann noch eine seltene Entdeckung machen: Ein Echidna in freier Wildbahn. Genau genommen am Straßenrand. Keine Ahnung was das hier für Tiere sind. Weil egal ob Wallabie, Känguruh, Koala, Wombat oder eben Echidna - alle leben an der Straße. Wundert mich nicht dass die Hälfte komisch riecht und platt ist...

Echidnas sind auf alle Fälle nicht besonders scheu. Es ist auf seiner Suche nach Ameisen einfach an uns vorbei gelaufen und hat uns total ignoriert. Süüüüüüß!!!!
Abends haben wir dann festgestellt dass wir das Loch in unserer Scheibe auch als was Positives betrachten könnten. Man kann nie dagewesene Effekte kreieren:

Außerdem haben wir dann auch festgestellt dass wir einen Platten haben. Schön.
Am nächsten Morgen haben wir Luft nachgefüllt und sind ein bisschen spazieren gegangen um zu sehen ob die Luft wieder entweicht. Beim Walk gab es viel Wildlife:

Eine neue Kakadusorte,

mehr Echidnas, und natürlich Känguruhs. Auf ein erneutes Foto dieser mittlerweile nicht mehr ganz unbekannten Spezies wird an dieser Stelle verzichtet.
Am Ende des Walks haben wir dann festgestellt dass der Reifen Luft verliert. Darauf folgte der Trip in den Ort in dem uns dann alles repariert wurde. 3 Stunden bei Toyota und 300$ ärmer hatten wir eine neue Scheibe, einen neuen Reifen und das Kühlsystem funktionierte wieder. Genial.
Darauf haben wir uns auf den Weg zu unserem letzten Walk gemacht. Der sollte auch noch einige Überraschungen bereit halten.


Es ging mehr und mehr in die Einöde...
Und es war ganz schön heiß.

Schließlich haben wir feststellen müssen dass der Walk kein Walk war, sondern ein Hike.


War nicht wenig anstrengend. Um 5 Uhr bei immer noch 40°... Aber es hat sich gelohnt:


Nachdem wir wieder im Auto waren, dachten wir dass wir jetzt mal schleunigst die Klimaanlage anschmeißen um uns ein wenig von den krassen Temperaturen zu erholen. War wohl zu viel verlangt. Nachdem alles andere wieder ganz war, hatte die Klima an dieser Stelle beschlossen aufzugeben. Naja, kann man nichts machen. Das war dann schon das Ende des "Outback" Trips. Die nächste Station auf dem Plan hieß Canberra, wo wir einen Freund besuchen wollten.